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Mitteilung des Präsidenten

 
Yves MEIGNIÉ

 

"2014 war ein hervorragedes Jahr. Bei gleichbeibender Performance könnten wir weiterwachsen" 

Interview mit Yves Meignié
Vorstandsvorsitzender von VINCI Energies

 
Welche wichtigen Ereignisse gab es  bei VINCI Energies im Jahr 2014?

Ganz konkret haben wir 2014 erneut gezeigt, dass wir auf die ständige Erweiterung unserer Know-how-Palette und auf internationales Wachstum setzen. Wir haben 20 Firmen übernommen, was einem zusätzlichen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro entspricht. Zwei dieser Übernahmen sind von struktureller Bedeutung. Die erste betrifft Imtech ICT, ein Unternehmen, das insbesondere in einem halben Dutzend europäischer Länder arbeitet und unser Geschäft im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien (auf Englisch ICT) konsolidiert. Bei der zweiten Übernahme ging es um Electrix, ein wichtiger Infrastruktur-Anbieter in Ozeanien, insbesondere in Australien und Neuseeland. Das wird unsere Entwicklung außerhalb Europas merklich  beschleunigen.

 

Spiegeln diese Übernahmen den hohen Auslastungsgrad von VINCI Energies wider?

Trotz schwieriger Marktbedingungen war 2014 ein her-vorragendes Jahr, das die Widerstandsfähigkeit unseres Unternehmensnetzwerks unter Beweis gestellt hat. Konkret zeigt sich das am leicht wachsenden Umsatz (+ 0,7 %) und dem weiterhin außerordentlich hohen Betriebsergebnis, nämlich 5,6 %. Diese Dynamik ergibt sich aus der Vielfalt unserer Kompetenzen und Angebote, der Vitali-tät unseres Managements und der geographischen Streuung unseres Geschäfts. Mehr denn je stützen wir unsere Entwicklung auf ein multilokales, kundennahes BU-Netz-werk auf sämtlichen Kontinenten. Dieses dezentrale Geschäftsmodell ist unsere Stärke. Dadurch können wir Komplettangebote für unsere Kunden entwickeln, uns flexibel an Marktveränderungen anpassen und neue Wachstumspotentiale erschließen, um die geringe Investitionstätigkeit in manchen Sektoren auszugleichen.

 

Seit einigen Jahren setzt VINCI Energies verstärkt  auf ihre Netzwerkmarken. Galt dies auch 

im vergangenen Jahr?

Unsere Netzwerkmarken sind Bestandteil unserer Strategie. Kundennähe bedeutet aber auch, dass wir weiter-hin auf unsere angestammten, lokalen Marken setzen, die fest in ihrem jeweiligen Markt verwurzelt sind und derzeit 40 Prozent unserer Leistung generieren. Andererseits suchen große Auftraggeber nach lokalen Ansprech-partnern, die Komplettlösungen anbieten können deshalb brauchen wir führende Marken mit klar umrissener Angebotspalette. So war das Jahr von der breit angelegten Implementierung unserer Marken Actemium und Omexom und von der Entscheidung geprägt, die Marken im Bereich ICT unter der neuen Marke Axians zusammenzufassen. Deren Gründung ist die logische Folge der Übernahme von Imtech ICT, die VINCI Energies zu einem europäischen Marktführer für Integrationslösungen und ICT-Dienstleistungen mit einem Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro macht.

 

Welche Auswirkungen hat das auf Ihre Leistung?

Zunächst einmal untermauern wir damit unseren Führungs-anspruch in diesem Geschäftsfeld. Diese neue Position führt auch zu einer Angebotserweiterung in den Bereichen Infrastrukturen, Industrie und Dienstleistungssektor. Durch die gemeinsame Nutzung von Know-how können wir in neuen Wachstumsmärkten, in denen die ICT-Komponente von erheblicher Bedeutung ist, bereits heute als Systemlieferanten auftreten. ICT ist nämlich der Kern der rasanten Entwicklung bei Smart Grids, Smart Cities, Smart Buildings und Industrie 4.0. In diesen Bereichen wollen wir sinnvolle Ange-bote für unsere Kunden entwickeln.

 

Das führt auch zu neuen Geschäftsmöglichkeiten auf Ebene des VINCI-Konzerns...

Es geht hier ganz klar um bereits bestehende oder zukünftige Märkte mit hohem Potential. Durch unsere Positionierung als Systemlieferant entstehen Synergieeffekte mit den anderen Sparten von VINCI, so dass der Konzern in seine Komplettangebote für Infrastrukturen und Hochbau System-, Energie- und ICT-Lösungen integrieren kann. Last but not least bestätigen die dauerhaften Partnerschaften mit unseren Auftraggebern den VINCI-Konzern in seiner auf langfristige Geschäftsbeziehungen abzielenden Strategie und vermitteln ihm Zugang zu weiteren Wachstumsmärkten.

 

Innovation, Personalgewinnung, Arbeitssicherheit sind für Großkonzerne von enormer Bedeutung.  Wie sieht das bei Ihnen aus?

Innovationen gehören bei VINCI Energies zum Alltag. Sie beziehen sich auf Technik und Vertrieb und sind möglichst dezentral angelegt. Über 100 Fachclubs verbreiten diese Innovationskultur ständig in unseren BUs. Aber Innovationen und die kontinuierliche Einstellung neuer Talente sind zwei Seiten einer Medaille. Deshalb haben wir Maßnahmen umgesetzt, um VINCI Energies zu einer echten „Arbeitgebermarke“ zu machen und unter diesem Namen Personal rekrutieren zu können. Das zeigt unser Vertrauen in die Zukunft und in unsere Geschäftsbereiche. Dies geht Hand in Hand mit der Umsetzung maßgeschneiderter Fortbildungsangebote für jeden Mitarbeiter und dem hohen Stellenwert, den wir der Arbeitssicherheit beimessen - das zeigt sich unter anderem am Safety Day, den wir am 5. Juni durchführten und an dem sämtliche Mitarbeiter in allen BUs weltweit teilnahmen.

 

Wie gehen Sie das neue Geschäftsjahr an?

Unser Unternehmensnetzwerk ist gut aufgestellt. Es profitiert von seiner Agilität und der nach wie vor hohen Auslastung trotz der schwierigen Märkte. Es kann auch jederzeit flexibel auf Wachstumsmöglichkeiten reagieren. Ob neue Märkte, neue Marktpositionen oder neue Länder – bei uns gibt es keine Denkverbote, solange es um die Ausweitung und Festigung unseres Unternehmens-netzwerks geht. Wir stehen also auf soliden Beinen und können 2015 voller Optimismus und Vertrauen angehen.